Über mich
Jochen Klein, geboren 1974 in Ostfildern. 1996 Ausbildung zum Fotograf an der Akademie für Photographie in Hamburg. Freier Fotograf in Hamburg. Seit 2007 in London/UK, Studium der Fotografie am London College of Communication/University of the Arts London (Abschluss MA Photography). 2015 Rückkehr nach Deutschland und Gaststudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Fachklasse für Fotografie im Fachbereich Kunst, Prof. Ricarda Roggan). Lebt und arbeitet in Hamburg.
Dozent für Fotografie der Hochschulstudiengänge Künstlerische Therapien (HKT) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen Geislingen (HfWU), sowie Dozent für Fotografie an der Freien Kunstakademie Nürtingen (FKN)
Meine Arbeit
In meiner Arbeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit dem Themenfeld der Landschaft. Seit 2007 arbeite ich im Studio an analogen Modell-Landschaften, die ich aus Alltagsmaterialien konstruiere und dann fotografiere. Beim Bau der Modelle beschränke ich mich auf Materialien, die allen zugänglich und verfügbar sind. Mich interessiert der Prozess der Befreiung der Materialien aus dem Zwang des eigentlichen Zwecks oder Nutzens hin zu neuen Möglichkeiten der Verwendung und Bedeutung. Die Kamera als präzises, objektives Instrument dokumentiert diese Transformation und produziert Bilder zwischen Illusion und Desillusion, Fiktionalität und Dokumentarismus, Authentizität und Unglaubwürdigkeit – ein spielerisches Erforschen der Möglichkeiten und Forderungen des Mediums Fotografie.
Seit 2015 arbeite ich zudem in der Kulturlandschaft des Naturraums Filder (von wo ich gebürtig bin) und seiner Peripherien. In neueren Arbeiten beschäftige ich mich mit den Themen Erinnerung und Architektur, Psychogeographie und Möglichkeiten der Abstraktion.
Seit einiger Zeit entstehen neben der Fotografie auch Texte. Bilder und Texte sind eigenständige Medien – nicht gedacht, sich gegenseitig zu illustrieren. Vielmehr interessiert mich der unterschiedliche Charakter dieser Formen, die – oft nebeneinander entstehend und miteinander verschlungen – zu so unterschiedlichen Bildern führen. Während das Fotografieren ganz auf einen Ort im Hier und Jetzt bezogen ist, geht der Geist beim Schreiben ständig über Raum-, Zeit- und Bewußtseinsebenen hinaus und hinweg.
Produktion und Recherche sind keine Gegensätze in meiner künstlerischen Arbeit. Die Weite im Kopf beim Lesen ist ebenso wichtig wie das Zugeständnis an das Reale beim Fotografieren. Auf meinem Instagramaccount sind gelegentlich Text- und Bildfragmente meiner Recherche als Prozeß meiner Lese- und Recherchereise dokumentiert.
Jochen Klein, Sommer 2025
